Elon Musk (54) ist ja momentan wieder dauerpräsent: SpaceX-Börsengang und der Prozess gegen Lieblingsfeind OpenAI liefern reichlich Stoff. Auf der Marketingkonferenz OMR hat er diese Woche auch mich verfolgt. Gemeinsam mit den „New York Times“-Journalisten Kate Conger und Ryan Mac habe ich auf einer der Bühnen dort über Elon, seine Twitter-Übernahme und den SpaceX-IPO gesprochen. Die beiden glauben, der Börsengang könnte zum „Moment der Wahrheit“ für Musk werden.
Das sind unsere Topthemen diese Woche:
KI-Pionier Jakob Uszkoreit im Interview.
Die riskante KI-Wette der Deutschen Telekom.
Schock bei der Kölner KI-Hoffnung DeepL.
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Das Interview der Woche: KI-Pionier Jakob Uszkoreit
Von der Spitzenforschung ins Start-up: Der ehemalige Google-Forscher Jakob Uszkoreit
Friedrich Bungert / SZ Photo / picture alliance
Seine Ideen haben das heutige KI-Zeitalter erst möglich gemacht: Der deutsche Ex-Google Forscher Jakob Uszkoreit (43) ist einer der Köpfe hinter „Attention Is All You Need“, einem der meistzitierten Paper des 21. Jahrhunderts. Ich habe ihn in Berlin zum Gespräch getroffen. Obwohl er die wissenschaftlichen Grundlagen mitentwickelt hat, habe er die rasante Verbreitung von künstlicher Intelligenz anfangs unterschätzt, erzählte er.
Mittlerweile ist Uszkoreit selbst unter die Gründer gegangen und entwickelt mit seinem Start-up Inceptive „biologische Software“. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in den USA, aber Uszkoreit sieht sich als leidenschaftlichen Europäer und fordert: massive Investitionen, eigene Rechenzentren, radikal vereinfachte Regeln – und gezielte Milliarden für Spitzenforscher in Europa, „ohne dumme Fragen zu stellen“. Aus seiner Sicht stehen wir bei KI „kurz vor dem Take-off“: Was jetzt nicht gebaut und finanziert wird, könnte in wenigen Jahren unbezahlbar sein.
Hier geht es zum ganzen Interview. (m+)
Exklusive Recherche: Die KI-Wetten der Deutschen Telekom
„Mit KI zur Kohle“: Telekom-Boss Tim Höttges
Foto [Ausschnitt]: Nikita Teryoshin / manager magazin
Was haben die gehypten KI-Start-ups ElevenLabs, Perplexity, Black Forest Labs, Lovable und Dash0 gemeinsam? Sie haben allesamt in ihren Gesellschafterlisten denselben Namen: Deutsche Telekom. Die Tickets des ehemaligen Staatskonzerns sind zwar mini (und die Firmenbewertungen gigantisch). Dennoch ist es wirklich bemerkenswert, dass es die Telekom immer wieder schafft, sich einen Platz an einigen der derzeit umkämpftesten Cap-Tables zu sichern. Was CEO
Tim Höttges (63) dort will, das habe ich gemeinsam mit meinem Kollegen Henning Hinze recherchiert (m+).
„Eine der schwierigsten Entscheidungen meines Lebens“: DeepL-CEO Jarek Kutylowski
dts Nachrichtenagentur / IMAGO
Jarek Kutylowski (43), CEO des KI-Start-ups DeepL, hatte gestern eine Schocknachricht für seine Angestellten. Die Kölner Firma entlässt rund 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – das entspricht fast einem Viertel des gesamten Unternehmens. Die Übersetzungsfirma DeepL galt lange als einer der Vorreiter unter den deutschen KI-Start-ups –
doch die übermächtige KI-Konkurrenz setzt ihr zu.
Ingmar Hoerr (58), CureVac-Gründer, erhebt schwere Vorwürfe gegen Biontech. Das Unternehmen hatte einst seine Firma übernommen und kündigte in dieser Woche
harte Kürzungen an: Es stellt die Impfstoffproduktion in Deutschland ein und streicht bis zu 1860 Jobs. Auch die Standorte von CureVac sind betroffen. Hoerr spricht deshalb jetzt von „Täuschung“ und „Trickserei“.
Elon Musk
(54) hat einige Erfahrung, wenn es darum geht, Börsenregeln zu umkurven. Jetzt zeigt sich: Vor dem anstehenden SpaceX-Börsengang schränkt er die Rechte der künftigen Aktionäre drastisch ein – und verschafft sich selbst mehr Einfluss. Mehr dazu im Text meiner Kollegin Mirjam Hecking.
Podcast-Empfehlung: Googles KI-Comeback
Die umfangreiche Recherche meines Kollegen Jonas Rest zu Googles spektakulärem KI-Comeback habe ich Euch neulich schon ans Herz gelegt. (m+)
Nun haben wir beide auch einen Podcast dazu aufgenommen. In der aktuellen Folge von „manager magazin INSIDE“ geht es um die Kernfrage: Wie ist es Google gelungen, den Angriff von ChatGPT auf das hochlukrative Suchgeschäft nicht nur abzuwehren, sondern auch noch zum eigenen Vorteil zu nutzen? Hier geht es zur Folge.
Da sind die Ionen: EleQtron-CEO Jan Hendrik Leisse (l.) und CTO Michael Johanning
sichtplan.de / eleQtron
Schwarz Digits setzt noch mehr Geld auf Quantencomputing: Die Digitalsparte des Handelskonzerns führt die Finanzierungsrunde des Quanten-Start-ups EleQtron aus Siegen an. 57 Millionen Euro sind so zusammengekommen.
Und es ist nicht das erste Quanteninvestment der Lidl-Eigner. (m+)
Apple prüft Alternativen zu TSMC: Der US-Konzern ist derzeit massiv vom taiwanischen Chipfertiger abhängig. Nun zieht CEO Tim Cook (65) offenbar Intel und Samsungals Alternativlieferanten in Betracht.
Bis dahin ist es für die Prediction-Market-Stars von Kalshi noch ein weiter Weg. Aber immerhin kommen sie nach einer Finanzierungsrunde jetzt wohl auf 22 Milliarden Dollar.
Error 404 – das hat noch gefehlt: Kinky-After-Show
Harte Tür: Bei manchen After-Show-Partys gab es (strenge) Dresscodes
zxvisual / iStockphoto / Getty Images
Als das offizielle Programm des Marketingspektakels OMR beendet war (hier übrigens die Highlights zum Nachlesen), boten sich am Abend jeweils noch zahlreiche After-Show-Gelegenheiten, um das „Netzwerk zu erweitern“. Sido (45) und
Jan Delay (49) bespaßten die Promigäste bei Espresso-Martinis und Pommes im Hamburger Hotel „Vier Jahreszeiten“. Das Solar-Start-up 1Komma5° wiederum lud unter dem Namen „Betriebsgeheimnis“ zu einem Rave in den Mojo Club ein. Besucher berichteten von einer „Kinky-Party“ mit viel Lack und Leder. So viel Aufwand, nur damit sich die eingereisten Berliner wohlfühlen?
Ich habe überdies Gefallen gefunden an meiner neuen Rolle als Promireporterin und nehme ab sofort Einladungen zu berichtenswerten Events entgegen.
Nun wünschen wir Euch einen schönen Freitag, denn das war es schon wieder mit dem aktuellen „Tech Update“. Leitet den Newsletter gern an andere Interessierte weiter. Abonnieren könnt Ihr uns hier, damit Ihr auch in Zukunft keine Ausgabe verpasst.
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