Deutsche Spacefirmen wie Isar Aerospace (das am vergangenen Sonntag in Norwegen seinen allerersten Raketenstart hingelegt hat – die Rakete hielt sich immerhin 30 Sekunden in der Luft, hier noch mal nachzugucken) und The Exploration Company wollen zeigen, dass sie den Weltraum nicht allein Elon Musk
(53) überlassen. Hat ihr Ansatz noch eine Chance oder ist es schon zu spät? Mehr dazu in unserer Top-Recherche (m+).
Das sind unsere Topthemen diese Woche:
Wie Hélène Huby mit The Exploration Company Europas Antwort auf SpaceX liefert
Exklusive Analyse: Philipp Klöckner über die besonderen Risiken der Mega-OpenAI-Runde
Die Reichtumsillusion der Start-up-Angestellten
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Exklusive Recherche: Europas Antwort auf SpaceX
Die Gründerin und ihr Raumfahrzeug: CEO Hélène Huby und die Kapsel Nyx
Fotos: Tanja Kernweiss / manager magazin
Die Frage nach dem Zugang zum All hat zuletzt eine neue Dringlichkeit bekommen. Dabei ging es beim Traum von der Reise zu den Sternen schon immer auch um sehr irdische Machtansprüche, die sich noch einmal verschärft haben seit Donald Trumps (78) zweiter Amtszeit. Lange vernachlässigt, reift nicht nur in der Politik die Erkenntnis: Europa muss jetzt auch im Weltall die Dinge selbst in die Hand nehmen.
In München ist die ehemalige Airbus-Managerin Hélène Huby (47) im Eiltempo dabei, mit ihrem Start-up The Exploration Company
(TEC) eine europäische Antwort auf SpaceX aufzubauen. Doch anders als dessen Gründer Musk zieht es sie nicht zum Mars, sie denkt viel kollaborativer als der US-Pionier. Kann ihr Ansatz gelingen? Um das herauszufinden (m+), bin ich nach München in die Produktionsstätte der Firma gefahren – und habe mit Huby selbst gesprochen, mit Investoren und Wegbegleitern und mit Experten.
Köpfe: Marc Andreessen ++ Jarek Kutyslowski ++ Mark Zuckerberg ++ Elon Musk
Wartet auf Trumps Entscheidung: Risikokapitalgeber Marc Andreessen will bei TikTok einsteigen
LUCY NICHOLSON/ REUTERS
Marc Andreessen (53), Wagniskapitalgeber und Trump-Fan, ist mit seinem Fonds Andreessen Horowitz (a16z) ein heißer Anwärter für die TikTok-Übernahme. Die Entscheidung über die Zukunft der sozialen Plattform in den USA steht unmittelbar bevor, neben a16z haben zudem unter anderem Amazon
und der OnlyFans-Gründer Tim Stokely (41) Interesse angemeldet.
Mark Zuckerberg (40), Meta-Chef, wird nostalgisch. Er ersteigerte für mehr als 4000 Dollar ein T-Shirt seiner alten Highschool
. Das Shirt trug Schauspieler Jesse Eisenberg (41) in „The Social Network“, als er – durchaus kritisch – Zuckerberg spielte. So meta!
Elon Musk (53), Unternehmer und DOGE-Strippenzieher, steht angeblich vor dem Abschied aus dem Trump-Team – das soll zumindest Trump selbst gesagt haben. Musk hat den Bericht als „Fake News“ bezeichnet. Und wir? Glauben es ohnehin erst, wenn wir es sehen.
Kolumne: Die riskante Logik der weltgrößten Start-up-Finanzierung
Investor und Analyst: „Tech Update“-Kolumnist Philipp Klöckner
[M] Marzena Skubatz / manager magazin
Es ist die größte Finanzierungsrunde in der Start-up-Historie: Bis zu 40 Milliarden US-Dollar sollen in das KI-Unternehmen OpenAI fließen, das anschließend eine Bewertung von 300 Milliarden Dollar erreichen soll. Angeführt wird die Runde vom japanischen Investor SoftBank
, den Rest soll unter anderem der bestehende Großaktionär Microsoft beisteuern. Vieles an diesem Megadeal ist hochriskant. Für OpenAI und vielleicht noch mehr für SoftBank, analysiert exklusiv für uns Techanalyst Philipp Klöckner, der über einen Fonds selbst indirekt an OpenAI beteiligt ist. Er sieht in der Struktur des Deals sogar eine Abkehr von der klassischen Venture-Capital-Logik.
Round-up: Solaris ++ xAI ++ X ++ Siemens ++ Dotmatics ++ IQM ++ Vinted
Katerstimmung: Vielen Papiermillionären aus der Start-up-Szene droht ein böses Erwachen
Rawpixel / iStockphoto / Getty Images
„Gier frisst Gehirn“: Die Reichtumsillusion der Start-up-Mitarbeiter. Über Jahre lockten Start-ups ihr Toppersonal mit Anteilen, deren Wert teils auf Millionensummen anstieg. Doch oftmals ist das Vermögen verpufft – Milliarden stehen auf dem Spiel.
Das haben meine beiden Kollegen Jonas Rest und Caspar Schlenk anhand von mehreren konkreten Beispielen recherchiert. (m+) Eines davon ist Solaris: „Hätte ich mal lieber in einen Shitcoin investiert“, sagt ein Mitarbeiter des Fintechs während der Recherche zu ihnen, nur halb im Scherz.
Die Logik des dreisten Musk-Musk-Deals: Überraschend hat Elon Musk Ende vergangener Woche einen Megadeal verkündet. Sein KI-Labor xAI
schluckt seine Social-Media-Plattform X. Es entsteht ein neuer Riese mit zwölfstelliger Bewertung. Ein typischer Musk-Deal, in mehrfacher Hinsicht, analysiert mein Kollege Lukas Heiny (m+).
Das deutsch-finnische Quantencomputer-Start-up IQM befindet sich offenbar im Fundraising und will bis zum Sommer mehr als 200 Millionen Euro einsammeln.
Lesetipp: Missbrauch auf der Kleidertauschplattform Vinted. Die Kollegen von NDR, WDR und „Süddeutscher Zeitung“ haben recherchiert, wie die Secondhand-Plattform Vinted zunehmend zu einem Schauplatz für digitale Übergriffe wird. In sexualisierten Kanälen auf Telegram tauchen Fotos von Nutzerinnen auf – oft ohne deren Zustimmung oder Wissen. Betroffene Frauen fordern daher besseren Schutz.
Studie der Woche: Anteil von Start-up-Gründerinnen geht weiter zurück
Der Anteil von Gründerinnen in der Start-up-Szene war noch nie glorreich. Nun ist deren Anteil sogar noch weiter zurückgegangen, von 20,7 Prozent im Jahr 2023 auf 18,8 Prozent im vergangenen Jahr, wie eine Studie des Startup-Verbandes zeigt – wohl auch wegen fehlender Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Error 404 – das hat noch gefehlt: „Und dann wurde ich Spion für Deel“
Erwischt! Deel-CEO Alex Bouaziz höchstpersönlich soll einen Spion beauftragt haben
Vaughn Ridley / Sportsfile / Getty Images
Die HR-Softwarefirma Rippling ist bereits vor ein paar Wochen gegen ihren Konkurrenten Deel vor Gericht gezogen – weil der mithilfe eines Spions Firmengeheimnisse ausgespäht haben soll. Nun hat eben dieser Spion ausgepackt – und er belastet den Deel-CEO Alex Bouaziz schwer. Der und dessen Vater, Deel-CFO Philippe Bouaziz, hätten das Ganze eingefädelt. Inklusive geheimer Zwischenmänner, Telegram-Gruppen und verdeckter Kryptozahlungen. Das ganze Geständnis des Spions gibt es
hier detailliert nachzulesen. Wer hätte gedacht, dass HR-Software so spannend sein kann!
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