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Freitag, 13. Februar 2026

Tech Update

Exklusives aus der Tech- und Start-up-Welt
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Sarah Heuberger
Redakteurin manager magazin
Liebe Leserin, lieber Leser.

Eine Woche nach den jüngsten Epstein-Veröffentlichungen (mehr als drei Millionen Seiten) stehen wir immer noch ziemlich am Anfang. Das Ausmaß wird allerdings schon sichtbar, vor allem in der Techwelt. Der Name von Bill Gates (70) taucht weit mehr als 2000-mal auf. Elon Musk (54), der behauptet hatte, Einladungen auf Epsteins Privatinsel vehement ausgeschlagen zu haben, lud sich offenbar für die beste Party selbst ein. Und Ian Osborne (42), Chef des geheimnisvollen Start-up-Fonds Hedosophia , erscheint wie der Türöffner in die deutsche Szene (m+).

Das sind unsere Topthemen diese Woche:

  • Wie Doctolib um seine Milliardenbewertung kämpft.

  • Der Berliner Drohnenbauer Stark wird zum Einhorn.

  • Die Epstein-Verstrickungen des Hedosophia-Machers.

  • Aleph-Alpha-Gründer Jonas Andrulis hat einen neuen Job.

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Topstory: Warum Investoren bei Doctolib zögern

Terminsucher: Doctolib-Gründer Stanislas Niox-Chateau hat in der Anfangszeit, aus der das Bild stammt, viel Zeit in Arztpraxen verbracht

Terminsucher: Doctolib-Gründer Stanislas Niox-Chateau hat in der Anfangszeit, aus der das Bild stammt, viel Zeit in Arztpraxen verbracht

Benoit Tessier / REUTERS

Mit seinem Terminbuchungs-Tool ist das Start-up Doctolib groß geworden, 80 Millionen Nutzer verwenden die Software. Auch bei Investoren war die Firma bislang erfolgreich: Bei der letzten Finanzierungsrunde vor vier Jahren loggte CEO Stanislas Niox-Chateau (39) einen Firmenwert von 5,8 Milliarden Euro ein. Das machte Doctolib damals zu einem der wertvollsten Start-ups Europas. Jetzt arbeitet Niox-Chateau im Hintergrund wohl an einem neuen Investorendeal. Der Prozess gestaltet sich jedoch offenbar schwieriger als geplant, wie Insider meinem Kollegen Caspar Schlenk berichtet haben. Die Bewertung aus dem Jahr 2022 scheint demnach kaum haltbar. Was ist los bei dem einstigen französischen Überflieger? Mehr dazu (inklusive aktueller Geschäftszahlen und Ausblicke) erfahrt Ihr exklusiv hier. (m+)

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Exklusiv: Kampfdrohnenfirma Stark erreicht Milliardenbewertung

Kamikazedrohne im X-Flügler-Design: Die Berliner Drohnenfirma Stark soll mit der Virtus-Drohne die Bundeswehr im großen Stil beliefern

Kamikazedrohne im X-Flügler-Design: Die Berliner Drohnenfirma Stark soll mit der Virtus-Drohne die Bundeswehr im großen Stil beliefern

STARK Defence

Es läuft gerade für Stark-CEO Uwe Horstmann (39). Ein fetter Auftrag über die Lieferung seiner Kampfdrohne Virtus könnte seiner Firma fast drei Milliarden Euro einspielen. Und auf Investorenseite fließt das Geld ebenfalls. Vor wenigen Wochen, hat mein Kollege Jonas Rest recherchiert, sammelte Horstmann noch mal Geld ein – von US-Milliardär und Trump-Unterstützer Peter Thiel (58) und dessen Founders Fund . Die Bewertung des Start-ups soll nun jenseits der Eine-Milliarden-Euro-Grenze liegen. Nicht schlecht für eine Firma, die gerade einmal rund anderthalb Jahre alt ist. Und: Die Bewertung könnte schon bald sogar noch einmal ordentlich steigen. (m+)

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Köpfe: Jonas Andrulis ++ Dario Amodei ++ Franziska Teubert ++ Tony Wu ++ Peter Körte

Seriengründer: Vor allem mit seinem Start-up Aleph Alpha erlangte Jonas Andrulis Bekanntheit

Seriengründer: Vor allem mit seinem Start-up Aleph Alpha erlangte Jonas Andrulis Bekanntheit

wassilis aswestopoulos / IMAGO
  • Jonas Andrulis (44), Gründer von Aleph Alpha, hat einen neuen Job. Gerade erst wurde sein Komplettausstieg bei Aleph Alpha bekannt, nun gründet er in München ein neues Start-up. Das Unternehmen soll KI-Anwendungen für Unternehmen entwickeln. Finanziert wird das Projekt von der Unternehmensberatung Roland Berger – die auch im Tagesgeschäft mitreden will.

  • Dario Amodei (42), CEO von Anthropic, freut sich über 30 Milliarden Dollar. Seine KI-Firma schließt ihre Mega-Mega-Finanzierungsrunde ab – bei einer Gesamtbewertung von 380 Milliarden Dollar.

  • Franziska Teubert (37), bislang Co-Chefin des Deutschen Startup-Verbandes, hört auf. Die Geschäftsführung des Verbandes wird ihr Co-CEO Christoph Stresing in Zukunft allein übernehmen. Teubert wechselt zum E-Auto-Bauer Tesla –  dort gibt es gerade viel zu tun.

  • Tony Wu und Jimmy Ba, zwei der zwölf Mitgründer, verlassen Elon Musks (54) KI-Firma xAI. Damit häufen sich die Abgänge im Topmanagement der KI-Firma, die Musk bei einem All-Hands mit der notwendigen Restrukturierung seiner Firma begründete.

  • Peter Körte (50), bislang Technologiechef von Siemens, bekommt mit der Infrastrukturtechnik-Sparte einen zusätzlichen Geschäftsbereich. Er gilt als aussichtsreicher Nachfolgekandidat für Konzernchef Roland Busch (61) – und kann sich nun bei der Führung einer großen Sparte beweisen.

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Zahl der Woche: 219

Apropos Roland Busch (61) und Siemens: Der Münchner Konzern war am Donnerstag erstmals seit einer gefühlten Ewigkeit wieder mehr wert als der Softwarekonzern SAP. Der Börsenwert stieg zwischenzeitlich auf 219 Milliarden Euro. Bis zum Abend lag SAP zwar wieder knapp vorn – trotzdem bemerkenswert. Genauso wie übrigens das ausführliche Interview, das meine Kollegen Franz Anko-Hubig und Michael Freitag mit Busch über dessen ambitionierte KI-Pläne geführt haben: „Wir erschaffen das industrielle Gegenstück zu ChatGPT.“ (m+)

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Round-up: Hedosophia ++ Uber ++ Getir ++ Apple ++

Scheuer Investor: Hedosophia-Gründer Ian Osborne machte einst Karriere bei DST

Scheuer Investor: Hedosophia-Gründer Ian Osborne machte einst Karriere bei DST

Pier Marco Tacca / Getty Images
  • Ian Osborne (42), einer der wichtigsten Start-up-Investoren in Deutschland und – neben Verlagserbe Jacob Burda (35) – Co-Gründer des Fonds Hedosophia, wird von seiner Vergangenheit eingeholt. Durch die neuen Veröffentlichungen der Epstein-Files rücken seine engen Verbindungen zu Jeffrey Epstein in den Fokus. Wie meine Kollegen Anna Driftschröer, Caspar Schlenk und Sophia Baumann recherchiert haben, bot sich Osborne demnach nicht nur zeitweise als Epsteins PR-Berater an. Er fungierte für den mittlerweile verstorbenen Sexualstraftäter offenbar auch als eine Art Verbindungsmann in die Techszene – Epstein war laut den Unterlagen sogar in die Gründung von Hedosophia involviert. Hinter den Kulissen der deutschen Portfolio-Start-ups herrscht deshalb bereits Aufregung. Alle Hintergründe erfahrt Ihr hier. (m+)

  • Uber geht auf Türkeikurs: Der US-Konzern übernimmt Getirs Liefergeschäft für 335 Millionen Dollar. (Rund ein Drittel also von dem, was Getir 2023 noch für Gorillas hingelegt hat). Zusätzlich steigt Uber für 100 Millionen Dollar mit 15 Prozent in die übrigen Sparten ein.

  • Apple bekommt Ärger mit der Trump-Regierung. Die Monopolkommission FTC rügt die Nachrichtenauswahl in der Newsfunktion, in der konservative Inhalte zu wenig berücksichtigt würden. Und der Chef der Telekommunikationsaufsicht FCC, der Hardliner Brendan Carr (47), klatscht Beifall.

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Error 404 – das hat noch gefehlt: Süchtig oder nicht

Keine Sorge vor der Sucht: Instagram-Chef Adam Mosseri 2021 bei einer Anhörung

Keine Sorge vor der Sucht: Instagram-Chef Adam Mosseri 2021 bei einer Anhörung

Elizabeth Frantz / REUTERS

Adam Mosseri (43), Instagram-CEO und damit Chef eines der größten sozialen Netzwerke, trat diese Woche vor Gericht auf. Ihm und den Betreibern anderer Onlineplattformen wird in einem Prozess in Los Angeles vorgeworfen, ihre Angebote würden süchtig machen. Die bestreiten das, natürlich. Mosseri erklärte: Nutzer könnten zwar sozusagen süchtig wie nach einer Fernsehserie werden, aber sie seien damit nicht „klinisch süchtig“. Und ich dachte schon, ich müsste mir über meine jüngste „Love Is Blind“-Obsession Sorgen machen, aber dann ...

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Nun wünschen wir Euch einen schönen Freitag, denn das war es schon wieder mit dem aktuellen „Tech Update“. Leitet den Newsletter gern an andere Interessierte weiter. Abonnieren könnt Ihr uns hier, damit Ihr auch in Zukunft keine Ausgabe verpasst.

Und wie immer: Fragen, Anmerkungen oder Kritik gern an tech-update@manager-magazin.de.

Viele Grüße
Eure Sarah Heuberger

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