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Freitag, 26. Juni 2026

Tech Update

Exklusives aus der Tech- und Start-up-Welt
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Sarah Heuberger
Redakteurin manager magazin
Liebe Leserin, lieber Leser.

Und, wie übersteht ihr die Hitze? Wir hoffen, ihr habt in den kommenden Tagen einen Ventilator oder einen See in Reichweite, um einen kühlen Kopf zu bewahren. Den braucht aktuell auch Personio-Chef Hanno Renner (36), mehr dazu heute im heutigen „Tech Update“ (diese Überleitung ist ebenfalls der +35-Grad-Lage geschuldet, sorry dafür).

Das sind also die heißesten Themen diese Woche:

  • Wie Personio in die Venture-Capital-Falle tappte

  • 320 Millionen Dollar für „World Model“-Entwickler General Intuition

  • Das Playbook des weltgrößten Prediction-Markets Kalshi

  • Kahlschlag beim Schnelllieferdienst Flink

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Exklusive Recherche: Wie Personio in die Venture-Capital-Falle tappte

Wirft Schatten: Personio-Gründer Hanno Renner muss sich behaupten

Wirft Schatten: Personio-Gründer Hanno Renner muss sich behaupten

Robert Fischer / manager magazin

Personio war lange das deutsche Vorzeige-Unicorn: Milliardenbewertung, Investorenhype, IPO-Fantasie. Doch mittlerweile wird genau diese VC-Logik zum Problem für Gründer und CEO Hanno Renner (36). Ihn hat die neue Realität von KI-Hype und Softwareskepsis eingeholt. Dazu kommt Krach mit dem früher so wichtigen Vertriebspartner Datev . Mein Kollege Caspar Schlenk zeigt in seiner exklusiven Recherche, warum das Wachstum der Münchner spürbar nachlässt, welche KI-Sorge die Softwarebranche erfasst hat – und wie gut finanzierte Rivalen wie Factorial zum Angriff ansetzen. In seinem Text geht es um die entscheidende Frage, die in der Szene gerade immer lauter gestellt wird: Wie viel ist Personio eigentlich noch wert – und reicht „profitabel“ im Jahr 2026 überhaupt noch, wenn Investoren wieder vor allem Tempo sehen wollen? Zu den Antworten darauf geht es hier. (m+)

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Topstory: Die KI-Wette von General Intuition

Hortet einen Datenschatz: Gründer Pim de Witte

Hortet einen Datenschatz: Gründer Pim de Witte

PR

Der Hype um sogenannte World-Models ist groß, auch wenn keiner der Player bislang ein tragfähiges Geschäftsmodell vorweisen kann. Die KI-Firma General Intuition, erst 2025 gegründet vom Niederländer Pim de Witte (31), wird nach einer aktuellen Finanzierung in Höhe von 320 Millionen Dollar jetzt mit 2,3 Milliarden Dollar bewertet. Angeführt wurde die Runde von Khosla Ventures, mit Beteiligung von General Catalyst und Hedosophia – plus Promi-Geldgebern wie Jeff Bezos (62), Ex-Google-Chef Eric Schmidt (71) oder Nico Rosberg (40). Zwar hat auch General Intuition noch kein fertiges Produkt. Aber Gründer Pim de Witte hat einen großen Vorteil gegenüber seiner Konkurrenz: Er sitzt auf einem riesigen Schatz aus Gamingdaten. Ich habe mit ihm über die aktuelle Finanzierung und über seine Pläne gesprochen. (m+)

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Köpfe: Judith Dada ++ Kunal Shah ++ Alexander Pritzel

Neue-Co-Chefin bei Langdock: Techinvestorin Judith Dada

Neue-Co-Chefin bei Langdock: Techinvestorin Judith Dada

Carlos Jasso / Bloomberg / Getty Images
  • Judith Dada (34), bislang General Partner bei Visionaries Club, wechselt die Seiten. Als Investorin trommelt sie schon lang für das Thema KI. Nun wird sie Co-CEO beim KI-Start-up Langdock und soll neben Gründer und CEO Lennard Schmidt die Internationalisierung vorantreiben. Und parallel wird sie ihre KI-Expertise neuerdings auch bei Personio einbringen, siehe oben (m+).

  • Kunal Shah (37), indischer Start-up-Gründer, wird neuer WhatsApp-Chef. Meta-Boss Mark Zuckerberg (42) beteiligte sich zwar für Hunderte Millionen Dollar an Shahs Fintech Cred . Aber nur unter der Bedingung, dass der seinen CEO-Job dort aufgibt und direkt bei Meta einsteigt.

  • Alexander Pritzel, deutscher Forscher bei Google DeepMind, soll laut Medienberichten wie sein Kollege Jonas Adler zur Konkurrenz von Anthropic wechseln. Das wirkt langsam wie eine Massenbewegung. Zuvor war schon Nobelpreisträger John Jumper von Google zu Anthropic gejumpt und KI-Legende Noam Shazeer zu OpenAI.

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Podcast-Tipp: Das Playbook des weltgrößten Prediction-Markets

Mit Wetten auf nahezu alles sprengen Prediction-Markets gerade die Grenze zwischen Finanzprodukt und Glücksspiel. Doch wenn alles zur Wette wird, schafft das starke Anreize für Manipulation und Insiderhandel. Meine Kollegin Hannah Schwär hat die Expansionspläne der Prognosemärkte analysiert und unter anderem den Gründer des weltweit größten Anbieters befragt: Kalshi-CEO Tarek Mansour (30), der gerade über eine 40-Milliarden-Dollar-Runde verhandeln soll. In der aktuellen Podcastfolge von manager magazin INSIDE hat mir Hannah von ihrer ausführlichen Recherche (m+) berichtet.

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Round-up: Flink ++ Garfield AI ++ Stark

Lieferung per Bike: Fahrerinnen und Fahrer sind von der aktuellen Entlassungsrunde bei Flink nicht betroffen

Lieferung per Bike: Fahrerinnen und Fahrer sind von der aktuellen Entlassungsrunde bei Flink nicht betroffen

Joko / IMAGO
  • Kahlschlag bei Flink: Der Berliner Schnelllieferdienst streicht jede vierte Stelle in der Zentrale und krempelt seine Struktur um, wie wir exklusiv erfahren haben. Die Firma kämpft um Profitabilität – während der Markt um sie herum längst zusammengeschrumpft ist. Die Hintergründe zu den Entlassungen und dem Konzernumbau habe ich hier aufgeschrieben. (m+)

  • Garfield AI war die erste in Großbritannien behördlich zugelassene KI-Kanzlei. Nun hat sie auch ihren allerersten Fall gewonnen – laut den Gründern sind sie damit sogar weltweit die Ersten.

  • Das deutsche Drohnen-Start-up Stark erhält frisches Geld, maßgeblich von Peter Thiel (58). Der Fonds des US-Milliardärs führte die aktuelle Finanzierung über 500 Millionen Euro an – trotz früherer Kritik an den Verbindungen von Stark zu dem umstrittenen Unternehmer. Die Bewertung der Defensefirma stieg auf 3,2 Milliarden Euro. Dass auch bei Helsing und Quantum Systems gerade neue Runden laufen, haben wir euch ja neulich schon erzählt (m+).

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Error 404 – das hat noch gefehlt: Mark wettet auch auf alles

Hat eine Vorliebe für süchtig machende Geschäftsmodelle: Meta-Chef Mark Zuckerberg

Hat eine Vorliebe für süchtig machende Geschäftsmodelle: Meta-Chef Mark Zuckerberg

Chris Unger / Zuffa LLC / Getty Images

Mark Zuckerberg (42) scheint übrigens auch elektrisiert vom Thema Prediction-Markets. Laut Medienberichten lässt er bei Meta aktuell eine eigene Konkurrenzplattform zu Kalshi und Polymarket namens Arena bauen. Bei der Belegschaft kam das dem Vernehmen nach nicht besonders gut an. Dort ist die Stimmung in den vergangenen Monaten sowieso eher bescheiden: durch zahlreiche Entlassungsrunden, Umstrukturierungen und zuletzt auch noch durch einen Eklat rund um die hauseigene Überwachungssoftware, mit der die KI trainiert werden sollte. Die Zockergemeinde indes glaubt an Zuckerbergs Geschäftsriecher. Nebenan auf Kalshi erreicht niemand eine höhere Quote (aktuell 18 Prozent) bei der Frage, wer nach Elon Musk (54) der zweite Dollarbillionär der Welt wird. Und Musk war ja bislang auch nicht durch besondere Rücksicht aufs Mitarbeiterwohl aufgefallen..

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Nun wünschen wir euch einen schönen und hoffentlich nicht zu heißen Freitag, denn das war es schon wieder mit dem aktuellen „Tech Update“. Leitet den Newsletter gern an andere Interessierte weiter. Abonnieren könnt ihr uns hier, damit ihr auch in Zukunft keine Ausgabe verpasst.

Und wie immer: Fragen, Anmerkungen oder Kritik gern an tech-update@manager-magazin.de.

Viele Grüße
eure Sarah Heuberger

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