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Mittwoch, 13. Mai 2026
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Hannah Schwär
Redakteurin beim manager magazin
Liebe Leserin, lieber Leser.

Vergangene Woche habe ich mit Katharina Brunsendorf (Scalable Capital), Saskia Bruysten (Carbon Equity) und Janin Ullmann (Finanzautorin) noch auf der OMR-Bühne diskutiert, warum Fintechs sich mit der Ansprache von Frauen so schwertun. Mein Take: Wer beim Marketing nur auf Bundesliga, Formel 1 und Gangsta-Rapper setzt, muss sich über die geringe Reichweite bei Anlegerinnen nicht wundern. Immerhin: Trade Republic testet jetzt neue Wege und wirbt seit gestern mit Schauspieler Brad Pitt (62). Noch besser hätte ich Angelina Jolie (50) gefunden – aber vielleicht war sie ja zu teuer.

Unsere Themen der Woche:

  • Topstory: Wie sich Taxfix gegen die SaaS-Apokalypse rüstet

  • Köpfe: Stablecoin-Banker Ferdinand Dabitz im Eroberungsmodus

  • Kundenservice: Wie Papst Leo an der Bankhotline scheiterte

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Topstory: „Die SaaS-Apokalypse ist real – aber nicht für Taxfix“

Steuermann unter Druck: Taxfix-CEO Martin Ott muss die Firma durch die SaaS-Apokalypse führen

Steuermann unter Druck: Taxfix-CEO Martin Ott muss die Firma durch die SaaS-Apokalypse führen

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Taxfix gehörte einst zu den Überfliegern der deutschen Fintech-Szene: Das Start-up von Lino Teuteberg (39) und Mathis Büchi (39) erfand die Steuererklärung per App, überzeugte Starinvestoren wie Index Ventures, Valar Ventures von Peter Thiel (58) und Creandum – und stieg 2022 zum Einhorn auf. Sieben Monate später brachte OpenAI-Chef Sam Altman (41) den Alleskönner ChatGPT auf den Markt. Heute fragen sich Investoren weltweit, ob Steuersoftware-Anbieter wie Taxfix durch die KI-Welle überflüssig werden. CEO Martin Ott (48) gibt sich kämpferisch: „Die SaaS-Apokalypse ist für einige Firmen real – aber nicht für Taxfix“, sagt er. Ich habe mich kürzlich in Berlin zum Gespräch getroffen und mit ihm über seine Strategie und die jüngsten Geschäftszahlen gesprochen. Mein Eindruck: Im Maschinenraum von Taxfix läuft längst ein stiller Pivot – weg von der Softwarestory, die das Start-up einst zum Einhorn machte. Aber lest selbst: Wie sich Taxfix gegen die SaaS-Apokalypse rüstet

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Köpfe: Brad Pitt ++ Kuba Fast ++ Ferdinand Dabitz ++ Carlos Serrano ++ Antonio Berga

Hollywoodreife Zinsen? Schauspieler Brad Pitt wirbt jetzt für Trade Republic

Hollywoodreife Zinsen? Schauspieler Brad Pitt wirbt jetzt für Trade Republic

  • Brad Pitt (62), zweifacher Oscarpreisträger, heuert als Markenbotschafter bei der deutschen Aktien-App Trade Republic an. Für eine Sprechrolle hat es nicht gereicht: Im Werbespot schaut er schweigend in die Kamera. Mit der Kampagne wollen die Berliner international bekannter werden – und möglicherweise auch endlich mehr Frauen ansprechen.

  • Kuba Fast (45), ist von der US-Großbank JPMorgan zum europäischen Herausforderer Revolut gewechselt – und hat dort die Führung der Revolut Bank mit Sitz in Litauen übernommen. Der einstige McKinsey-Berater gilt als einer der Architekten von Chase, der Digitalbanktochter von JPMorgan.

  • Ferdinand Dabitz (25), Gründer und CEO der Stablecoin-Clearingbank Augustus, geht in die USA. Die Finanzaufsichtsbehörde OCC hat ihm dort vorläufig eine Vollbanklizenz genehmigt. Was von den Berlinern künftig zu erwarten ist? Wahrscheinlich römischer Eroberungswille: Dabitz ist bekennender Fan von Kaiser Augustus.

  • Carlos Serrano und Antonio Berga, Gründer und Co-CEOs des Treasury-Start-ups Embat, sichern sich eine Series-B-Finanzierung in Höhe von 30 Millionen Euro. An der Runde beteiligten sich unter anderem Cathay Innovation und Creandum. Das Geld soll in die internationale Expansion und in die Entwicklung neuer Agentenprodukte fließen.

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Margin Call: Päpstlicher als der Kundenservice

Profaner Service: Selbst Papst Leo XIV. scheitert an der Kundenhotline seiner Bank

Profaner Service: Selbst Papst Leo XIV. scheitert an der Kundenhotline seiner Bank

Angelo Carconi / ZUMA Press / IMAGO

Kurz nach der Wahl zum Vertreter Gottes auf Erden begab es sich, dass Papst Leo XIV. (70) noch eine weltliche Sache erledigen musste: einen Anruf bei seiner Heimatbank in den USA. Wie lange das Oberhaupt der römischen Kirche in der Warteschlange hing, ist nicht überliefert. Das anschließende Martyrium mit dem Kundenservice aber schon. „Robert Francis Prevost“ , stellte er sich der Hotline-Mitarbeiterin mit seinem bürgerlichen Namen vor. Er sei kürzlich umgezogen und wolle Adresse und Telefonnummer ändern. Die Sicherheitsfragen? Souverän beantwortet. Doch die Kundenberaterin, so berichtet es die „New York Times“ , blieb ungerührt. Ohne persönliches Erscheinen in der Filiale gehe nichts. Das sei schwer möglich, soll Prevost entgegnet haben. „Würde es helfen, wenn ich Ihnen sage, dass ich Papst Leo bin?“ Die Offenbarung wirkte jedoch kein Wunder. Die Mitarbeiterin legte auf. Irgendwie auch tröstlich: Vor Gott sind wir alle gleich. Und vor dem Kundenservice erst recht.

Das war es für diese Woche. Wenn ihr Anregungen oder Recherchehinweise habt, meldet euch gern unter financeforward@manager-magazin.de. Und empfehlt uns gern Freunden und Freundinnen weiter – sie können den Newsletter hier abonnieren.

Viele Grüße
Eure Hannah Schwär

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